Stand der Dinge Poesie Band

  • Lesedauer:6 Minuten zum Lesen
  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:Poesie

Ein paar Gedanken zur Zweitveröffentlichung meines Poesie Bands und was mich derzeit daran hindert, an meinem Herzenswerk zu arbeiten. 

Kleiner Hinweis zu Beginn: Hier wird es jetzt schön persönlich. Wenn du dich bei persönlichen Themen schnell getriggert fühlst, dann lies am besten nur bis zum Abschnitt „Es wird persönlich“ 🙂

Stand der Dinge September 2021

Erst mal ein riesen Dankeschön an dich! Ich finde es total schön, dass du hier gelandet bist und dich mein Buch und meine Gedanken dazu interessieren. Ich hoffe, dass ich dich mit diesem Beitrag zudem ein stückweit inspirieren kann, dass du an deinem Herzensprojekt (weiter) arbeitest, auch wenn es manchmal echt schwer ist. Die Arbeit wird sich lohnen, davon bin ich überzeugt!

Nun zum Stand der Dinge. Falls du mir aktiv auf Instagram folgst, hast du schon einen guten Einblick in den Fortschritt meiner zweiten Auflage bekommen. Aktuell

✓ Lektorat abgeschlossen, Dank der lieben Sibylle Aldinger
✓ Neuen Namen bestimmt: „Die Alltags Poetin – Zeilen eines Jahrzehnts“
✓ Neues Cover gestaltet: Auf Grund der Namensänderung

Was es noch zu tun gilt

Auch wenn es so klingt, als ob das Buch schon wieder druckfertig ist, gibt es doch noch einiges, was erledigt werden will. Ich bin beispielsweise mit dem Layout nicht mehr 100% zufrieden, bin in Absprache mit der Druckerei, was den Einband angeht und möchte ein paar Texte nochmal angehen. Es steckt auch in einer zweiten Auflage viel Arbeit – ich möchte schließlich, dass es perfekt wird 🙂 

All diese To-Dos sind eigentlich Dinge, die mir unendlich viel Spaß machen und mir Gut tun. Und doch fällt es mir gerade schwer. Woran das liegen könnte, kannst du im Folgenden nachlesen. Ich erzähle dir unten ein bisschen mehr zum Buch und was mich getrieben hat, es zusammenzustellen. Es sind meine persönlichen Erfahrungen und ich möchte niemanden damit triggern (ich weiß, wie schnell das passieren kann). Drum lies bitte nur weiter, wenn du wirklich damit umgehen kannst. 

Falls du ab hier nicht mehr weiterlesen möchtest, verabschiede ich mich mit einer dicken Umarmung! Wusstest du, dass du mich nicht nur (hauptsächlich via IG) auf dieser Reise zur zweiten Auflage begleiten kannst, sondern sogar dabei unterstützen? Ich biete das Buch bereits im Pre-Sale auf meinem kleinen Etsy-Shop an, um die Finanzierung ein bisschen zu erleichtern. Schau hier gerne mal nach. 

Danke, dass du hier bist 🙂 

Es wird persönlich

Willkommen zurück :)! Du möchtest also erfahren, was grade bei mir los ist. Dann wünsche ich uns beiden erst mal viel Glück… Warum? Weil es jetzt richtig persönlich wird. Für mich zumindest. 

Du solltest wissen – der gesamte ursprüngliche Prozess der Kreation dieses Buches beruht eigentlich auf meinem Bedürfnis, meine Freunde und Familie an meinem innersten Leben teilhaben zu lassen. Durch meine Texte. Diese entstehen manchmal einfach aus einer inspirierenden Situation heraus. Aber meistens gehen sie sehr viel tiefer. Die meisten der im Buch abgedruckten Texte stammen aus meinen schwersten Zeiten. 

Auch wenn alle Texte einen gewissen Hoffnungsschimmer in sich tragen, fühle ich oft noch Schwere, wenn ich sie durchlese. Bitte verstehe mich hier nicht falsch – sie ziehen mich nicht runter, oder sind schlecht für mich. Im Gegenteil, ich spüre einfach die Schwere aus dieser Zeit wieder, auch wenn sie mich nicht mehr durch meinen Alltag begleitet – oder eben nicht mehr so präsent. 

Das mit dem kleinen Herz

Manchmal habe ich das Gefühl, dass mein Herz eigentlich viel zu klein ist, um all die Dinge, die es spürt und erfühlt, greifen zu können. Ich bin ein sehr sensibler Mensch und ich nehme vieles sehr präsent wahr. Das ist eine große Stärke, wenn man lernt, mit dieser Emotionsfülle umzugehen. Manchmal gelingt mir das mehr, manchmal weniger. Und das ist ok. 

Zur Zeit fällt es mir wieder etwas schwerer, mich meinen Texten zu widmen. Vielleicht liegt es daran, dass sie schon fast wieder zum greifen nahe sind – im wahrsten Sinne des Wortes. Vielleicht liegt es auch daran, dass einige Themen aus meinem Buch zwar einer längst vergangenen Zeit entspringen. Und doch sind sie noch präsent und ich erlebe sie wieder, wenn ich durch die Seiten blättere. Auch Narben tun manchmal weh. 

Ich habe in letzter Zeit wieder mehr am Buch gearbeitet – vor allem, seit dem das Lektorat fertig ist. Dabei beschäftige ich mich nicht „nur“ mit Texten, sondern mit meiner Vergangenheit, aus der die Zeilen entspringen. Zeilen eines Jahrzehnts. In so einer langen Zeit erlebt man viel, nicht wahr? In meinem Fall waren es viele schwere Tage, die ich durch das Schreiben in leichtere Tage wandeln konnte. 

Schreiben ist Therapie

Ich habe schon öfter erwähnt, dass das Schreiben für mich therapeutisch wirkt. Im Schreiben kann sich so viel Lösen und so viel Heilung geschehen. Das stoppt aber natürlich nicht, sobald der Stift beiseite gelegt wird. 

Auch beim erneuten Durchlesen der Texte, beim Umschreiben, Bearbeiten, passiert etwas mit meinem Herz. Manchmal tut es wieder weh – zum Beispiel, wenn der Text von einer Person handelt, die ich vermisse. Oder wenn ich mich an die Zeit erinnere, in der der Text entstanden ist. Es sind Texte, aus Zeiten in denen ich mir selbst fremd war, manchmal sogar mein größter Feind. Natürlich macht das etwas mit mir, diese Texte wieder zu lesen. 

Aber ich spüre auch die Heilung, die geschehen durfte, über die Jahre. Dass ich mich besser kennenlernen konnte, dass ich lernen durfte, Liebe anzunehmen und mir selbst zur Freundin zu werden. Es sind meine Geschichten und sie sind zerbrechlich, zart und wertvoll für mich. 

Deswegen fällt es mir manchmal schwer, mich den Zeilen hinzugeben. Ich bin ehrlich – manchmal habe ich sogar Angst. Ich habe auch manchmal Angst davor, dass Menschen, du zum Beispiel, meine Texte lesen wirst. Aber es ist eine schöne Angst, vielleicht sogar eher Aufregung, als Angst. 

Und da ich mir jetzt meine kleine Blockade vom Herzen geschrieben habe, kann es für mich weitergehen. Schließlich gibt es noch viel zu erledigen :). 

Danke, dass du mir bis hierhin deine Aufmerksamkeit geschenkt hast. Ich weiß es sehr zu schätzen! 

Hast du Lust auf weitere Einblicke, Fragen oder Feedback? Dann schreib’ mir gerne eine Mail an hey@diealltagspoetin.de oder nutze die Kommentarfunktion. Du kannst mich gerne auch auf Instagram begleiten, wenn du es nicht sowieso schon tust. 

Bis zum nächsten Beitrag

 

Ach, bevor ich’s vergess’:

Was dich demnächst hier erwartet

  • Hat sie Podcast gesagt? – Bald gibt es auf die Ohren, also spitz schon mal die Lauscher 😉

 

 

 

Immer up to date bleiben?

Melde dich zu meinem Newsletter an und sei immer auf dem neuesten Stand!

Mit Sicherheit erwartet dich hin und wieder auch die ein oder andere Überraschung :)!

Bis gleich!

Anna-Lisa

Hallo! Wenn Du das hier liest, dann hast Du dich vermutlich zu einem meiner Beiträge verirrt. Ich wünsche Dir ganz viel Ruhe und Entspannung beim Stöbern durch meine Texte. Mach es Dir gemütlich :). P.S.: Ich würde mich tierisch über Deine Gedanken zu meinen Texten freuen. Lasse einfach einen Kommentar da :)!

Schreibe einen Kommentar